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2025 war kein spektakuläres Jahr. Kein Jahr der großen Schlagzeilen – zumindest nicht in meiner kleinen Welt. Aber ein Jahr voller Begegnungen, gemeinsamer Kunstmomente und Arbeiten, die in Praxen, Büros und Zuhause (sogar in den USA) eingezogen sind.

Es gab Reisen, die den Kopf frei gemacht haben. Menschen, die gemeinsam Kunst geschaffen haben. Bilder, die neue Räume geprägt haben. Workshops voller Konzentration und diesem besonderen Gefühl, wenn man plötzlich ganz im Tun aufgeht.

2025 hatte viele kleine Momente parat, die erst im Rückblick zeigen, wie viel eigentlich passiert ist.

Hier kommt mein persönlicher Blick zurück auf ein Jahr zwischen Kunst, Begegnungen und allem, was sich daraus entwickelt hat.

 

 

Kunst, die verbindet und Emotionen weckt

 

Ein roter Faden durch mein Jahr waren die Begegnungen und Projekte, bei denen wieder klar wurde: Kunst muss nicht jedem gefallen – aber sie sollte etwas auslösen.

 

Immer wieder durfte ich erleben, wie bei Auftragsarbeiten oder Gemeinschaftsprojekten Werke entstehen, die mehr sind als Dekoration. Bilder, die Geschichten erzählen, Erinnerungen sichtbar machen, mit denen man “Danke” sagen kann und die Menschen miteinander verbinden.

 

Gleichzeitig gab es auch Momente, in denen ich Anfragen bewusst abgelehnt habe. Nicht jedes Motiv passt zu mir, und wenn ich selbst keine Verbindung zu einem Thema spüre, entsteht am Ende auch kein Werk, das andere wirklich berührt. Authentische Kunst entsteht nur dann, wenn Auftraggeber und Künstlerin gemeinsam andocken – wenn Begeisterung auf beiden Seiten da ist.

 

Besonders schön waren deshalb die Projekte, bei denen sofort Bilder im Kopf entstanden: ein persönliches Jubiläumsbild für einen Geschäftsführer, ein individuelles Bildgeschenk für den Freund in Amerika zum runden Geburtstag, ein Familienportrait, mit dem die Ehefrau überrascht wird… Diese Kunst-Unikate machen gemeinsame Erinnerungen sichtbar.

 

 

 

Was Wandern mit meinem Business zu tun hat

 

Im Frühjahr zog es meine Familie nach Sardinien– und statt Strandtagen standen Wanderungen in den Bergen auf dem Programm. Stundenlang unterwegs, hunderte Höhenmeter, kaum Menschen, dafür Weite, Wind. Zeit zum Nachdenken.

Mir kamen diverse Parallelen zwischen Wanderung und Business in den Sinn – et voilà:

Starte, auch wenn sicher ist, dass es anstrengend wird. Wenn man – wie ich – im normalen Alltag Frankfurt vor der Haustür hat, sind mal eben 600 Höhenmeter kein Sonntagsspaziergang. Gehe trotzdem los. Und denke nicht an all die Berge, die da auf Dich zukommen werden – nicht beim Wandern, nicht im Business.

 

Es gibt immer einen, der schneller ist. In meinem Fall: mein Mann. Egal, ich geh in meinem Tempo.

 

Feier Deine Zwischenstopps. Du denkst, Du bist oben angekommen – zack, nächste Steigung. Lerne, auch die kleinen Plateaus zu genießen. Ich setz mich, warte, das meine Atmung wieder ein normales Level erreicht. Und versuche, die Aussicht zu genießen – das Ambiente zu erfassen. Beim Blick zurück macht sich ein klitzekleiner Funken Stolz über das Geschaffte breit. Den Gedanken behalte ich für mich. Mit wem sollte ich ihn auch teilen… mein Mann ist 50 Meter vor mir. Sonst gibt’s da niemanden, der mir die Schulter tätscheln will. Selbst ist die Frau.

 

Belohnungen sind wichtig.
Ein stinknormaler Apfel schmeckt auf 1.500 Metern, wenn 500 m davon selbst erklommen sind, wie eine Gourmet-Delikatesse. Auch im Business wirken kleine Belohnungen Wunder. Schreib ich mir auf die Fahne – mach’ ich zu selten!

 

Die Umstände? Nie perfekt. Das Wetter war durchwachsen. Trotzdem wandern? Im Business? Trotzdem weitermachen, auch wenn mal nicht die Sonne scheint. Alles habe ich nicht in der Hand. Aber ich kann mich entscheiden, weiterzugehen.

 

Komfortzone verlassen. Immer wieder. Die Anfahrt zur Wanderung war schon eine Challenge. Echt, können wir hier noch richtig sein? Gefühlte Ewigkeiten schrauben wir uns mit dem Mietwagen auf buckeligen Serpentinen bergauf in den Himmel. Rechts geht’s angsteinflößend steil runter. Erschöpfung, bevor die Wanderung überhaupt losging. Hat sich der Aufwand gelohnt? Yes – so sehr, dass wir am kommenden Tag zur nächsten Wanderung aufbrachen.

 

Ach ja: Der Abstieg. Nur weil du oben angekommen bist, heißt das noch lange nicht, dass das was kommt, nun einfach wird.
Ich mach’ jetzt Schluss und denke über Strandtage nach…

 

 

Gänsehaut – manchmal auch im Atelier

 

Meist lerne ich meine Kunden für Auftragskunstwerke nicht persönlich kennen, denn das ist keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Eher selten darf ich die Momente der Bildübergabe miterleben.

 

Doch ein Beispiel ist mir besonders in Erinnerung: Ein Moment, in dem ein Bild mehr war als Kunst – nämlich ein emotionales Geschenk zwischen zwei Menschen.

 

Ein individuell gestaltetes Familienporträt, das ein Ehemann seiner Frau zum runden Geburtstag schenkte. Wochenlang hatten wir gemeinsam Details, Erinnerungen und persönliche Elemente abgestimmt – bis schließlich der große Moment kam und die Übergabe direkt im Atelier stattfand.

 

Die Spannung, die Neugier und schließlich die Freude beim Enthüllen des Bildes mitzuerleben, war etwas ganz Besonderes. Plötzlich stand nicht mehr das Kunstwerk im Mittelpunkt, sondern das, was es transportiert: gemeinsame Geschichte, Verbundenheit und ein Stück Familienleben.

 

In solchen Momenten mag ich besonders was ich tue. Hinter jedem fertigen Bild stehen viele Gespräche, Gedanken und Entscheidungen – und manchmal entstehen daraus kleine Sternstunden, die allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben.

 

 

Klick – aber zuvor bitte Erdbeerkuchen

 

Zu schönen Momenten des Jahres gehörten auch die Begegnungen, die sich ganz selbstverständlich weiterentwickeln. So wie mit Andrea, die ich aus früheren Collagen-Workshops kenne und mit der über die Zeit eine nette Verbindung entstanden ist.

 

Dieses Jahr kam sie ins Atelier – eigentlich, um ein paar Fotos von mir bei der Arbeit zu machen. Am Ende wurde es eine entspannte Fotosession zwischen Bildern, Gesprächen, Lachen und natürlich Kaffee und Erdbeerkuchen.

 

Solche Tage erinnern mich daran, dass meine Arbeit nicht nur aus Bildern besteht, sondern vor allem aus den Menschen, die ich kennenlerne und wieder sehe.

 

 

 

Auf den Spuren einer weltbekannten Hose

 

Bei einem Familienwochenende in Bamberg machten wir einen kleinen Abstecher nach Buttenheim – ein unscheinbarer Ort mit überraschend großer Geschichte. Denn hier verbrachte Levi Strauss seine Kindheit, bevor er später in den USA mit einer ziemlich robusten Idee Modegeschichte schrieb.

 

Im heutigen Museum wird schön sichtbar, wie sich aus einer simplen Lösung für Goldgräber Schritt für Schritt ein weltweites Kultprodukt entwickelte. Verstärkte Nähte, kleine Anpassungen, neue Details – vieles entstand aus praktischen Problemen und wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Unbedingte Besuchsempfehlung!

 

Mir wurde dort wieder bewusst, wie selten Erfolg aus einem einzigen großen Einfall entsteht. Meist ist es ein Prozess aus Beobachten, Anpassen und Weiterdenken.

 

Und vielleicht war genau das mein kleiner Aha-Moment dieses Ausflugs: Inspiration liegt oft näher, als man denkt. Manchmal reicht ein kurzer Tapetenwechsel, um neue Gedanken mitzunehmen. Gedanken, die mich privat und im Atelier weiterbringen.

 

 

 

Gemeinsam im Team gestalten verbindet

 

Ein besonderes Projekt in diesem Jahr war das Jubiläum der Ausbildungsakademie der Frankfurt School of Finance & Management, die ihr 20-jähriges Bestehen feierte.

 

Die Idee der Akademieleitung: Das bundesweite Trainerteam sollte nicht nur zusammenkommen, sondern selbst aktiv werden und gemeinsam Kunstwerke für die neuen Räumlichkeiten der Akademie gestalten.

 

In nur zweieinhalb Stunden entstanden in vier Gruppen vier Wandbilder, die die verschiedenen Entwicklungsphasen der Akademie erzählen.

 

Die Zeit war knapp, aber mit guter Vorbereitung und klarer Struktur wurde aus vielen Einzelnen ein kreatives Team – und aus einer Veranstaltung bleibende Kunst für den gemeinsamen Arbeitsplatz.

 

 

 

 

Kunst außerhalb der Atelierwände – ein Projekt in Österreich

 

Ein beruflicher Ausflug führte mich dieses Jahr ins Salzburger Land – und damit zu meinem ersten Kunstprojekt außerhalb Deutschlands.

 

Meine Kollegin Shirin hatte den Auftrag, eine Hotelgarage in eine Kunstgarage umzuwandeln. Und zwar im Hochkönigin Mountain Resorts in Maria Alm. Sehr gerne habe ich sie dabei untestützt.

 

Was vorher eine klassische, weiße Tiefgarage war, wurde Schritt für Schritt zu einem Ort mit Atmosphäre: großflächige Bergmotive, kräftige Farben, goldene Details und inspirierende Schriftzüge verwandelten den Raum in einen Teil des Hotelerlebnisses. Während Shirin der namensgebenden „Hochkönigin“ ein neues Gesicht gab, durfte ich mich um viele Meter Berglandschaft kümmern – inklusive goldener Gipfel.

 

Das Projekt hat mir wieder gezeigt, wie stark Kunst Räume verändern kann. Selbst ein funktionaler Ort wie eine Garage bekommt plötzlich Charakter und bleibt Gästen in Erinnerung.

 

Und ganz persönlich habe ich festgestellt: Wandmalerei im Großformat macht riesigen Spaß – und die Berge haben definitiv wieder einen festen Platz auf meiner inneren Reiseliste bekommen.

 

Es gibt einen kleinen, spaßigen Film zum Kunstprojekt. Für ein paar Impressionen, einfach hier klicken. 

 

 

 

Sommer auf zwei Rädern

 

Im Sommer ging es für meinen Mann und mich nicht mit Koffer, sondern mit Fahrradtaschen nach Südengland. Gute zwei Wochen unterwegs. Wir starteten im Westen in Cornwall und wussten nur, wir radeln nach Osten gen London. Die Route haben wir vor Ort nach Laune und Wetter festgelegt.

 

Alles, was wir brauchten, passte plötzlich in zwei kleine Taschen. Anfangs fühlt sich diese Reduktion ungewohnt an – doch irgendwann merkt man: Es reicht. Mehr braucht es gar nicht.
Wir haben uns immer auf den nächsten Schritt konzentriert: Wo wollen wir heute übernachten? Welche Route wählen wir? Was schauen wir uns unterwegs an ? Wo essen wir? Wenn man sich nur um die nächsten Schritte Gedanken macht, kann man wirklich “runterkommen”, bekommt den Kopf frei.

 

Natürlich lief nicht alles glatt. Ein verlorener Adapter für’s E-Bike brachte unsere Tour kurzzeitig zum Stillstand. Manche vermeintliche Abkürzung entpuppte sich als steiler Umweg. Aber genau das gehört dazu – auf Reisen wie im Leben: Lösungen finden, flexibel bleiben und darauf vertrauen, dass es weitergeht, auch wenn der Plan kurz ins Wanken gerät.

 

Besonders beeindruckt hat mich Bristol – nicht nur wegen der Stadt selbst, sondern wegen der Begegnung mit Banksys Arbeiten. Kunst, die sichtbar ist, ohne dass der Künstler im Mittelpunkt steht oder man überhaupt weiss, wer er ist. Mich beeindruckt, wie er Spuren hinterlässt, ohne ständig “lautes Marketing” zu betreiben.

 

In den Bann gezogen haben mich wieder die grandiosen Kirchen, die Landschaft (es ging mehr hoch und runter als wir dachten) und die freundlichen Menschen. Am Ende bleiben weniger die perfekten Momente in Erinnerung, sondern die kleinen Umwege, Pannen und Begegnungen, die eine Reise – und oft auch ein Jahr – wirklich lebendig machen. Und viele, viele schöne Fotos unserer rund 700 Kilometer langen Reise mit dem Rad von Cornwall bis Stonehenge… Sie erinnern uns noch lange an dieses besondere Sommerabenteuer.

 

Ich habe vor vielen Jahren für einen Radreise-Veranstalter als Reiseleiterin gearbeitet. Diese Art des Reisens nun für mich privat zu erleben, hat mir erwartungsgemäß richtig gut gefallen. Wenn möglich, möchte ich das unbedingt wiederholen.

 

 

 

Richard war der Hammer – auch auf LinkedIn

 

Ich bin auf Social Media nicht mehr so engagiert, weil die Aktivitäten dort einfach zu zeitintensiv sind, ich dessen etwas müde bin und auch keine Ahnung habe, ob die Liebesmühe sich lohnt. Aber wer regelmäßig von mir hören, respektive lesen mag, kann mir auf LinkedIn folgen.

 

Hier ist mein Beitrag, der am Häufigsten gezeigt wurde. Und er hatte nix mit Kunst zu tun. Oder doch? Nämlich mit der Kunst zu Begeistern… und zufällig reisen wir erneut dafür kurz nach England. Et voilá:

 

“Manchmal begegnet man Menschen, die einem noch lange im Kopf bleiben. Richard ist so einer.
Auf unserer Reise zwischen Cornwall und Stonehenge durfte ich ihn treffen, und er hat mich echt umgehauen.

 

In Bath führte er mich und eine bunte Truppe aus Australien, Amerika, Deutschland und England durch seine Heimatstadt.
2,5 Stunden lang. Kostenlos. Die meiste Zeit im Regen.

 

Wir hätten jederzeit gehen können.
Doch niemand tat es.
Denn Richard war brillant.

 

Mit schauspielerischem Talent, feinem britischen Humor, interaktiven Momenten und spannendem Storytelling zog er uns in seinen Bann. Wir hingen an seinen Lippen. Und das Ganze als Volunteer – rein ehrenamtlich.

 

Ich war beeindruckt. Und wieder wurde mir bewusst:
👉 Wenn man etwas mit Herz, Humor und echter Leidenschaft tut, wirkt es – egal ob auf einer Stadtführung, im Business, in der Kunst oder im Leben.

Ist was dran, oder?!

 

 

 

Wenn Gäste Teil eines Geschenks werden

 

Einer der besonders schönen Momente dieses Jahres war ein 50. Geburtstag, bei dem ich mit den Gästen ein Bildgeschenk für die Jubilarin Claudia erschaffen durfte.

 

Claudias Mann hatte für die Feier eine Überraschung geplant: Während im Hauptraum gefeiert wurde, entstand nebenan im Pop-up-Atelier Stück für Stück ein Kunstwerk für sie. Die Gäste brachten kleine persönliche Elemente mit – Erinnerungen, Insider, gemeinsame Geschichten aus vielen Lebensphasen. Alte Comiczeichnungen, kleine Fundstücke, persönliche Symbole – alles, was Claudia mit den Menschen in ihrem Leben verbindet.

 

Diese vielen Details flossen in ein gemeinsames Kunstwerk ein, das Claudia selbst zeigt und gleichzeitig ein buntes Stück ihres Lebens widerspiegelt.

 

Der Höhepunkt des Abends kam kurz vor Mitternacht: Mit verbundenen Augen wurde Claudia zur Enthüllung geführt. Und nach einem spontanen „Wow“ begann eine Entdeckungsreise. Stück für Stück versuchte sie, die einzelnen Elemente den jeweiligen Gästen zuzuordnen – begleitet von viel Lachen, Erinnerungen und kleinen Aha-Momenten.

 

Solche Erlebnisse zeigen, wie kraftvoll gemeinsames Gestalten sein kann: Am Ende entsteht nicht nur ein Bild, sondern ein sichtbares Stück gemeinsamer Geschichte – ein persönliches Kunstwerk. Claudia wird ihres sicher noch viele Jahre begleiten. Auch für die Gäste war dieses ungewöhnliche Jubiläumsprogramm ein emotionales Event. Wer hat schon einmal die Entstehung eines Kunstwerks von der ersten Idee bis zur Enthüllung live miterlebt?

 

 

 

Wandgestaltung in einer Arztpraxis

 

In diesem Jahr durfte ich eine Arztpraxis bei ihrer Erweiterung begleiten – genauer gesagt den neu entstandenen Übergangsbereich zwischen den alten und neuen Praxisräumen gestalten.

 

Das Ärzte-Ehepaar hatte die Idee, das Thema Wachstum sichtbar zu machen. Die Praxisinhaberin beschrieb ihre Arbeit als eine gemeinsame Reise mit ihren Patient:innen. Ein Gedanke, der sich wunderbar in der Wandgestaltung widerspiegeln ließ.

 

So entstand eine ruhige, wertige Gestaltung mit Blättern in sanften Salbeitönen und goldenen Akzenten – wie ein Baum, der wächst und Früchte trägt. Ein Motiv, das Entwicklung, Vertrauen und Begleitung symbolisiert.

 

Für mich ein absolut naheliegender Gedanke: Wer so viele Überlegungen zur Atmosphäre anstellt, wird vermutlich auch im Umgang mit Menschen mit ebenso viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung handeln.

 

Und das Projekt ist noch nicht abgeschlossen – für einen weiteren Behandlungsraum habe ich bereits Ideen unterbreitet. Schauen wir, was kommt.

 

 

 

Frankfurt im Großformat

 

Manche Aufträge beginnen ganz simpel – mit einer Bestellung in meinem Onlineshop: Für die Neugestaltung eines Vorstandsbüros wurden gleich mehrere meiner Frankfurt-Motive in großem Format hinter Acrylglas ausgewählt.

 

Da das Foto vom Vorstandszimmer nicht für die Öffentlichkeit gedacht ist, steht hier stellvertretend ein Foto aus dem Atelier: ich umgeben von verschiedenen Frankfurt-Motiven. Alle sind in den letzten Jahren zunächst im Kunstkalender erschienen. Und finden dann ihren Weg in Wohnungen, Büros oder Besprechungsräume.

 

Ein Service, der dabei gerne genutzt wird: Ich passe die Motive farblich so an, dass sie als Serie harmonisch zusammenwirken und im Raum ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

 

Besonders schön finde ich bei solchen Projekten den Gedanken, dass meine Sicht auf Frankfurt Menschen im Arbeitsalltag begleitet – als vertrauter Blick auf die Stadt, als Erinnerung an Zuhause oder einfach als kraftvoller visueller Anker im Raum.

 

 

 

Frankfurt 2026 – mein Jahresendprojekt

 

Das letzte Quartal des Jahres stand bei mir ganz im Zeichen meines neuen Kunstkalenders FRANKFURT 2026: Motive gestalten, auswählen, abstimmen lassen, Kalender gestalten, drucken, signieren, verpacken und verschicken – der Kalender hat meinen Alltag ziemlich fest im Griff gehabt.

 

Besonders schön war in diesem Jahr wieder die große Beteiligung bei der Motiv-Abstimmung. Viele Frankfurt-Fans haben mitentschieden, welche Bilder es in den Kalender schaffen. Die vielen Rückmeldungen und persönlichen Nachrichten zeigen mir jedes Mal aufs Neue, wie viele Menschen mit dieser Stadt eigene Erinnerungen verbinden.

 

Ganz reibungslos läuft es natürlich nie: Kurz vor dem Start legte eine technische Umstellung meinen Webshop und Mailverkehr lahm – ausgerechnet zum Launch. Ein kleines Detail mit großer Wirkung. Zum Glück ließ sich alles innerhalb von 2 Tagen lösen. In solchem Momenten wünschte ich mir, eine IT-Abteilung zu haben, an die ich solcherlei Komplikationen einfach auslagern kann…

 

Und dann begann der sportliche Teil: ich bin gefühlt täglich zur Post gelaufen, damit die Kalender rechtzeitig bei ihren neuen Besitzerinnen und Besitzern ankommen. Aber auch beim Versand ging nicht immer alles glatt. Ein Kalender wurde am 13. Dezember 2025 von mir verschickt. Angekommen ist er beim Kunden am 20. Januar 2026. Er war also einen guten Monat unterwegs. Nein, nicht nach Namibia, sondern er wurde in Frankfurt vermisst. Jetzt kann ich darüber schmunzeln. Damals hat es nur genervt.

 

Was mich an meinem Kunstkalender besonders freut: Für viele Menschen ist er mehr als nur ein Jahresplaner. Er weckt Erinnerungen an Frankfurt, an frühere Lebensphasen oder besondere Momente in der Stadt – und begleitet sie durchs kommende Jahr.

 

 

 

Dem Alltag entfliehen – ohne zu verreisen

Ein fester Bestandteil meines Jahres sind die Collagen-Workshops im Atelier geblieben –  ich biete sie etwa alle 2 bis 3 Monate an.

 

Manche Teilnehmer:innen kommen aus der Region, andere nehmen mehrere Stunden Anfahrt in Kauf oder planen um den Workshop gar ein ganzes Wochenende mit Übernachtung. Für ein paar Stunden wird dann geschnitten, geklebt, ausprobiert – der Alltag bleibt einfach draußen, ist weit weg. Besonders schön ist zu sehen, wie schnell die Anspannung der Woche verschwindet, wenn man gemeinsam einfach ins kreative Tun kommt.

 

Über die Jahre sind viele vertraute Gesichter immer mal wieder da, gleichzeitig stoßen immer wieder neue Menschen dazu. Und wie selbstverständlich gehört der selbstgebackene Kuchen nach dem Rezept meiner verstorbenen Oma zum Workshop-Tag – eine kleine Tradition, die vor allem mir viel bedeutet, weil ich mich dadurch noch immer mit ihr verbunden fühle.

 

„Den Alltag entfliehen, ohne in ein Flugzeug zu steigen.“ Dieser Satz lief mir dieses Jahr über den Weg und blieb hängen, weil er genau das beschreibt, was mir meine Teilnehmer:innen nach den Workshops immer wieder zurückmelden: Dass ein paar kreative Stunden reichen, um den Kopf frei zu bekommen, durchzuatmen und mit neuer Leichtigkeit in den Alltag zurückzukehren.

 

 

 

Wer will schon Weihnachts-Collagen?

Ehrlich gesagt hätte ich vor einiger Zeit noch gesagt, dass saisonale Themen in meinen Workshops eher keine große Rolle spielen. Aber: Man sollte bekanntlich niemals nie sagen.

 

In kleiner Runde entstanden auf expliziten Wunsch liebevoll gestaltete Weihnachtscollagen – von besonderen Postkarten bis zu kleinen Wandkunstwerken, die vermutlich in einigen Wohnungen für festliche Stimmung sorgten. Übrigens kann ein Weihnachtskarten-Workshop auch ein Programmpunkt zur Bereicherung einer Firmenweihnachtsfeier sein. 😉

 

Zwischen bunten Papieren, Goldakzenten und einer Portion vorweihnachtlicher Atelierstimmung – inklusive Wichtelmütze – wurde geschnitten, geklebt und viel gelacht.

 

 

 

2025 – am Ende darf etwas Pling-Pling sein

 

Am Ende meiner Collagen-Workshops stoßen wir immer gemeinsam an. Ein kleines Ritual. Manchmal mit Sekt, manchmal alkoholfrei – aber immer mit diesem kleinen PlingPling-Moment, in dem wir feiern, was entstanden ist.

 

Auf Fotos sieht’s immer leicht aus: Lächeln, kreative Stimmung, entspannte Gesichter. Was man nicht sieht: die Zweifel zwischendurch, die Frustration, die kleinen inneren Kämpfe, die manche Teilnehmer:Innen während des Gestaltens durchlaufen. Und genau deshalb halte ich meine Gruppen bewusst klein – damit Raum bleibt für das, was zwischen Farbe, Papier und Gesprächen passiert.

 

Und wenn ich auf mein eigenes Jahr schaue, dann sehe ich ebenfalls diese Mischung: schöne Fotos, gelungene Projekte, Reisen, Begegnungen – aber natürlich waren da auch Unsicherheiten, Fragen, Momente, in denen nicht alles leicht war. Unternehmerisch wie persönlich. Nicht jeder Tag war spektakulär, aber viele davon erfüllt.

 

Ich nehme aus diesem Jahr vor allem mit, den Blick auf das Gute zu richten, in Bewegung zu bleiben – im Kopf und im Herzen. Und darauf zu vertrauen, dass sich Neues oft erst zeigt, wenn man losgeht.

 

Danke, dass du mich in diesem Rückblick als Künstlerin, Unternehmerin und Mensch begleitet hast. Auch wenn unser aller Umfeld fragiler zu werden scheint, ich möchte mit Zuversicht durch 2026 gehen. Auf ein gutes Jahr – mit mehr Beständigkeit und durchaus ab und an etwas Pling-Pling.

Ihre,